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Neujahrsgrüße der Bürgermeisterin der Gemeinde Kriebstein

Kriebstein, den 01.01.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Kriebstein,

 

wir haben Januar und uns viel für das Jahr 2019 vorgenommen. Der Umbau der Erlebacher Bauernstube soll starten, ebenso der Anbau des Kindergartens in Grünlichtenberg. Nun hoffen wir, dass die Fördermittel endlich positiv beschieden werden.

 

Ebenso haben wir über ein Förderprojekt des Bundes die Umgestaltung der Rollsportanlage in Kriebethal angemeldet. Sollte der Bescheid positiv ausfallen, dann kann hier eine Mehrgenerationenfreizeitanlage entstehen, die Basketball, Rollschuhlaufen und Klettern ermöglicht, aber auch den älteren Bürgern die Gelegenheit bietet, auf speziellen „Seniorentrainingsgeräten“ ihre Fitness zu steigern. Das Landratsamt hat erstmals den Straßenausbau der Verbindungsstraße Grünlichtenberg – Reichenbach auf ihre Prioritätenliste gesetzt.

 

Wir haben mit der Modernisierung unserer gemeindeeigenen Wohnungen begonnen. Auf dem Siedlungsweg in Ehrenberg entsteht gerade eine schicke 4-Raum-Wohnung, weitere sollen folgen.  Und wir konnten für unsere Kindergartenkinder und Grundschüler eine Theateraufführung in der Grünlichtenberger Turnhalle veranstalten. Natürlich müssen wir bei alldem immer die Finanzen im Blick haben. Zwar haben wir seit dem Jahr 2015 wieder positive Jahresabschlüsse, doch aufgrund der finanziellen Ausstattung der Kommunen, müssen wir um jeden Euro kämpfen. Die Schlüsselzuweisungen durch den Freistaat sinken 2019 erneut. Das heißt, wir werden mit bedeutend weniger Geld auskommen müssen. Dennoch blicken wir frohen Mutes in die Zukunft. Auch im vergangenen Jahr waren die Kassen anfangs eher leer,  aber wir haben trotzdem einiges verwirklicht.

 

Die Ortsdurchfahrt in Kriebstein konnte wieder freigeben werden. Der Fußweg in der Oberen Dorfstraße ist endlich asphaltiert, die Schustergasse fast fertiggestellt. Wir haben in drei von vier kommunalen Einrichtungen von analoger auf digitale Telefonie umgestellt. 

 

Die Turnhalle in Grünlichtenberg hat einen neuen Innenanstrich bekommen, 2019 wird die in Kriebethal folgen. Durch rasches Handeln im Dezember 2017 haben wir geschafft, dass 2018 mit dem Ausbau der  K8212 begonnen wurde. Das ist die Straße von der Kreuzung nach Höckendorf, über Erlebach, nach Mittweida. Und der Ausbau geht weiter. Bereits im Frühjahr soll er bis Erlebach vorangetrieben werden. Dabei gilt mein Dank auch Ortsvorsteher Marcel Genge und den Höckendorfer Einwohnern, die mit schneller Hilfe und Entscheidungen zu dieser Baumaßnahme beigetragen haben.

 

Auch in unsere Gemeindefeuerwehr haben wir investiert.  Sie wurde mit einem modernen Einsatzleitwagen ausgestattet und es konnte ein neues hydraulisches Rettungsgerät erworben werden.

 

Eine große Last wurde uns genommen, als die Traditionsfirma Kübler & Niethammer bekannt gab, dass die finanzielle Misere überwunden, der Standort in Kriebethal gesichert sei. Viele Bürger unserer Gemeinde sind mit diesem Unternehmen verbunden. Die Sicherheit der Arbeitsplätze ist ein hohes Gut und heutzutage nicht selbstverständlich. Wir freuen uns, dass mit Geschäftsführer Michael Boschert Zukunftspläne geschmiedet und hoffentlich realisiert werden.  

 

Auch gefeiert wurde 2018 in der Gemeinde Kriebstein. Dabei meine ich zum einen die kleinen, gemütlichen Feste, die durch unsere Ortschaftsräte und engagierten Bürger alljährlich organisiert werden. Ich freue mich immer wieder, wie liebevoll diese ausgerichtet werden. Sie tragen dazu bei, dass der Zusammenhalt in den Ortsteilen gestärkt wird.

 

2018 konnten wir darüber hinaus ein wirklich wundervolles Schuljubiläum begehen. Federführend waren hier Michael Kreskowsky und Elke Schlieder. 120 Jahre hat unsere Grünlichtenberger Schule nun auf dem „Buckel“. Doch als alt und verstaubt kann man das Haus nicht bezeichnen. Noch immer wird es durch unsere Kinder mit Leben erfüllt und Schulleiterin Elke Schlieder und ihr Lehrerkollegium tun alles, damit das Lernen an unserer Grundschule Freude macht. Eine Rettungstreppe sorgt außerdem für mehr Sicherheit im Ernstfall. Auch wenn man nicht immer gegen alle Widrigkeiten gefeit ist, so sind wir stets engagiert, bestmöglichste Lösungen zu finden.  

 

Wir haben im November 2018 erstmals in einer Ehrenamtsveranstaltung unseren ehrenamtlich engagierten Bürgern gedankt. Möglich gemacht hat das der Freistaat Sachsen mit einer kleinen Finanzspritze. Dazu haben wir unsere Ehrenämtler auf der Burg Kriebstein empfangen. Ich kann sagen, es gibt wirklich viele Einwohner unserer Gemeinde, die sich engagieren. Die nicht nur meckern, sondern mit anpacken. Darüber bin ich sehr dankbar. Ohne den Einsatz dieser Menschen, würden viele soziale Dinge auf der Strecke bleiben. Aber auch zur Verschönerung unserer Gemeinde tragen sie bei, sei es beim Laubrechen oder bei der Pflege der Blumenrabatten. Ihnen gebührt ein großer Dank.     

 

Nicht so schön ist dagegen, dass derzeit eine Umleitung für vermehrte Verkehrsaufkommen durch Grünlichtenberg sorgt. Mit Schülerlotsen wollen wir  versuchen den Schulweg so sicher wie möglich zu gestalten. Schule und Verwaltung kämpfen unter anderem mit Hilfe eines Anwalts gegen diese Regelung.

 

2019 ist wieder ein Superwahljahr. Europawahl, Kreistagswahl, Gemeinde- und Ortschaftsratswahl stehen im Mai an. Im September wählen wir einen neuen Landtag. Das bedeutet auch für unsere Verwaltung einen großen personellen und bürokratischen Aufwand. Auch hier sind wir auf die Unterstützung vieler Freiwilliger angewiesen. Denn nur mit Ihnen zusammen, können die Wahlen umgesetzt werden.

 

Für die kommenden Jahre haben wir bereits Ziele. So müssen wir Bauland anbieten. Immer mehr Menschen, vor allem Familien, wollen wieder aufs  Land ziehen. Auch in unserer Gemeinde gehen zahlreiche Anfragen ein. Das sind unter anderem Großstädter, die mit ihren Kindern raus aus dem Trubel wollen, aber das sind auch Leute, die aus unserer Gemeinde stammen, einst fortgingen und nun wieder in ihrer Heimat sesshaft werden möchten. Ich finde, dass ist ein Zeichen, dass die Gemeinde Kriebstein ein lebenswerter Ort ist. Klar, es gibt immer Dinge, die verbessert werden können. Wir sind dran. Vieles braucht aber seine Zeit und die nötigen finanziellen Mittel. Dennoch, ich lebe gern hier und ich hoffe, Ihnen geht es ebenso.

 

Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen vor allem Gesundheit, Wohlergehen und Entschleunigung. Auch wenn es manchmal schwer fällt, atmen Sie durch. Wir müssen uns die Zeit nehmen. Zeit für unsere Familie, aber auch Zeit für uns selbst.

 

Ihre Maria Euchler

Bürgermeisterin der Gemeinde Kriebstein

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Neujahrsgrüße der Bürgermeisterin der Gemeinde Kriebstein