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13.12.2021 - 19:00 Uhr

 
 
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Corona-Bürgerinfo-Brief der Bürgermeisterin der Gemeinde Kriebstein

Kriebstein, den 08.11.2021

Liebe Bürgerinnen und Bürger,


eine Zeit lang war es still um unseren Bürgerinfo-Brief. Ich denke aber, dass er nun wieder wichtig wird, um Ihnen, in dem Wust an Regularien, einen kleinen Überblick zu verschaffen.
Im Freistaat haben wir (Stand 06.11.2021) eine Inzidenz von 415,8. Der Landkreis Mittelsachsen liegt bei 462,1 und in Kriebstein zählen wir im Moment 6 positiv getestete Menschen. Im Freistaat sind im Moment 959 von 1300 Betten auf den Normalstationen mit Covid-Patienten belegt; auf den Intensivstationen liegen 256 Covid-Patienten in 430 verfügbaren Betten.


Am Freitag verabschiedete die Landesregierung, trotz vehementer Einsprüche der Landräte die 2G-Regel. Ich finde, dass dies eine dramatische Entwicklung ist. So zeigt sich doch immer häufiger, dass auch geimpfte Menschen, an dem Virus erkranken und demzufolge auch andere Menschen anstecken können. Trotzdem zeigen geimpfte Menschen seit Monaten nur ihren Impfstatus vor und können sich relativ frei bewegen.


Aber worum geht es hier überhaupt bzw. worum sollte es gehen? Wir sehen, Impfen schützt nicht pauschal vor einer Ansteckung. Es schützt in den überwiegenden Fällen aber den Geimpften vor einem schweren Verlauf, vorausgesetzt er hat noch Antikörper. Sollte man nicht viel mehr Wert auf eine Antikörper-Feststellung legen? Erst dann ist man doch sicher vor dem Virus. Ich, als „Geimpfte“ und „Genesene“, bin für eine Testung aller – egal ob geimpft, genesen oder ungeimpft. Die „Ungeimpften“ werden gerade zum Sündenbock der Nation gemacht. Man spricht von einer „Pandemie der Ungeimpften“ und treibt die Spaltung der Bevölkerung mit Vorsatz voran. Vielleicht, um von gemachten Fehlern abzulenken. Klar, wenn sich vorwiegend nur Menschen ohne Impfung testen müssen, dann ist die Inzidenz unter denen natürlich besonders hoch. Wie viele geimpfte Menschen das Virus tatsächlich in sich tragen bzw. verbreiten, wird nicht ermittelt. Mit der Abschaffung der kostenfreien Testmöglichkeiten und der Testfreiheit für „Geimpfte“ und „Genesene“ hat die Regierung das Infektionsgeschehen nur befeuert. Ebenso frage ich mich, warum am Genesenenstatus von 6 Monaten weiterhin festgehalten wird, obwohl die Wissenschaft mittlerweile neue Erkenntnisse hat. Auch hier könnte eine Antikörper-Feststellung hilfreich sein.


Jeder sollte für sich selbst (aus medizinischer Sicht und nicht aus Zwang!) entscheiden, ob er sich schützen möchte, um nicht schwer an dem Virus zu erkranken oder das Risiko für sich eingeht. Auch wenn es so kommuniziert wird, die alten und schwachen Menschen schützen wir schon lange nicht mehr. Jeder schützt sich persönlich – nicht mehr und nicht weniger. Das Problem liegt vielmehr in unserem Gesundheitssystem. Zwar haben wir mehr als genug Betten in den Krankenhäusern, doch die dafür notwendigen Pflegekräfte können nicht bereitgestellt werden. Diesen Zustand beklagen Ärzte und Pflegepersonal seit Jahren. Nun wird er besonders deutlich. Hier sollte dringendst angesetzt werden. „Beifallklatschen“ und lobende Worte aus der Politik reichen da nicht aus. Und was überhaupt nicht hilft, ist von der Situation mit einem „Sündenbock“ abzulenken.


Bitte verzeihen Sie, dass ich hier alles nur anreiße. Man kann darüber noch viel ausführlicher und intensiver debattieren und schreiben, aber dies soll für Sie ja ein Infobrief über die neuen Regeln sein und nicht meine Meinung ausführlich kund tun.

Ab 08. – 25. November 2021 gelten folgende Regeln:
Im Moment dürfen sich im privaten Bereich 10 ungeimpfte Personen gleichzeitig treffen. Weitere Geimpfte, Genesene und Kinder/Jugendliche bis 16 Jahre (bislang bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres) zählen dabei nicht mit.

 

Die Arbeitgeber sollen – wo immer möglich – die Tätigkeit im Homeoffice ausführen zu dürfen, anbieten. Ab Erreichen der Vorwarnstufe ergeht die Empfehlung an die Arbeitgeber, allen Beschäftigten dreimal wöchentlich einen kostenfreien Test anzubieten und an die Arbeitnehmer, diese Möglichkeit anzunehmen. Selbstständige sollten sich ebenfalls dreimal in der Woche testen lassen.

 

Grundsätzlich sind dort, wo gefordert, digitale Kontakterhebungen vorgesehen. Sollte dies nicht möglich sein, kann auf die analoge Form zurückgegriffen werden. Bei beidem werden Name, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und Anschrift der Besucherinnen und Besucher sowie Zeitraum und Ort des Besuchs für max. 4 Wochen gespeichert.

 

Beschäftigte, die mind. 5 Werktage hintereinander aufgrund von Urlaub und vergleichbaren Dienst- oder Arbeitsbefreiungen nicht gearbeitet haben, müssen am ersten Arbeitstag einen Test-/Impf-/Genesen-Nachweis vorlegen bzw. einen Test vor Ort absolvieren.

 

Sowohl in der Vorwarn- als auch in der Überlastungsstufe bleiben unter 16-Jährige und Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können von der 2G-Vorgabe ausgenommen.

 

Für den öffentlichen Personennah- und -fernverkehr gilt eine FFP-2-Maskenpflicht. Schüler sind hiervon ausgenommen und benötigen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz. In den übrigen Fällen, wo der Mindestabstand von 1,50 m nicht gewährleistet ist oder in geschlossenen Räumen genügen medizinische Masken.

 

In der Vorwarnstufe reicht die 3G-Regelung als Zugangsvoraussetzung zu einigen Einrichtungen fortan nicht mehr aus, sondern die 2G-Regelung wird hier obligatorisch:
 Innengastronomie
 Veranstaltung und Feste in Innenräumen
 Innenbereich von Kultur- und Freizeiteinrichtungen
 Innenbereich von Clubs, Bars und Diskotheken
 sämtliche Großveranstaltungen.

Die 2G-Regelung gilt nicht für die Beschäftigen in diesen Bereichen, diese können ihrer Arbeit weiterhin, mit Testnachweisen, nachgehen.

 

Der Einzelhandel (z. B. Lebensmittel, Bekleidung, Tierfutter, Baumärkte, Spielzeuggeschäfte usw.) ist von der 2 G-/3 G-Regel ausgeschlossen. Hier gilt nur, wir oben erwähnt die Maskenpflicht.

 

Landestypische Veranstaltungen, wie Weihnachtsmärkte oder Bergparaden, sind unter Einhaltung der bereits bestehenden Regelungen in Vorwarn- und Überlastungsstufe weiterhin möglich. Jedoch gilt hier, bei einer ausbleibenden Einteilung in Verweil- und Flanierbereiche und mehr als 1.000 zeitgleichen Besuchern, die 2G-Regelung.

 

In Pflegeeinrichtungen muss sämtliches Personal – auch externe Dienstleister o. ä. – künftig täglich einen Testnachweis führen. In Krankenhäusern und Einrichtungen der Eingliederungshilfe gilt diese tägliche Testpflicht für Personal, das am Patienten tätig ist. Es wird zudem dringend empfohlen, dass auch genesene/geimpfte Beschäftigte getestet werden.

 

Schulen und Kitas bleiben offen

Bisher mussten bei Erreichen der Überlastungsstufe die Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen automatisch in den Wechselunterricht gehen sowie die Primarschüler der Grund- und Förderschulen und Kindertageseinrichtungen in den eingeschränkten Regelbetrieb mit festen Klassen und Gruppen. Dies ist nicht der Fall.

 

Es gilt nun allerdings wieder die Maskenpflicht in den weiterführenden Schulen.

 

Die Maskenpflicht entfällt zudem bei Sitzungen der Schulkonferenz und von Gremien der Eltern- und Schülermitwirkung sowie während Eltern-Lehrer-Gesprächen, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Ebenso müssen keine negativen Testnachweise bei diesen Veranstaltungen vorgelegt werden.

 

Schülerinnen und Schüler müssen sich bis zum 14. November noch 3 x wöchentlich testen, danach wieder 2 x wöchentlich.

Geimpfte und genesene Mitarbeiter/Kinder/Jugendliche sind von der Testpflicht befreit, ebenso Kinder in Krippen und Kindergärten. Geimpfte und Genesene können sich allerdings auf eigenen Wunsch testen.

 

Wenn Schülerinnen oder Schüler weder an der Testung in der Schule teilnehmen noch einen Testnachweis vorlegen, ist eine Teilnahme am Präsenzunterricht nicht möglich. Die Kinder oder Jugendlichen werden nach Hause geschickt und können ihrer Schulbesuchspflicht nicht gerecht werden. Ebenso wird vorgegangen, wenn Schülerinnen oder Schüler sich weigern, eine Maske zu tragen, ohne dass eine Befreiung von dieser Pflicht vorliegt. In diesen Fällen müssen keine Aufgaben für das häusliche Lernen von der Schule bereitgestellt werden. Wenn die Kinder nicht zur Schule geschickt werden oder sich weigern, eine Maske zu tragen bzw. an Tests nicht teilnehmen und nach Hause geschickt werden müssen, kann in diesen Fällen eine Verletzung der Schulbesuchspflicht eintreten, was ein Ordnungswidrigkeitsverfahren nach sich ziehen kann.

 

Kinder und Jugendliche, die der Testpflicht in der Schule nachkommen, benötigen keinen gesonderten Testnachweis beim Besuch von Freizeit- und Sportangeboten, gastronomischen oder kulturellen Einrichtungen, die sogenannten 2G-/3G-Regelungen unterliegen.


Bleiben Sie bitte alle gesund und passen Sie gut auf sich auf! Verlieren Sie nicht den Mut und wenn Sie Fragen haben, kommen Sie auf uns zu.

 

Ihre Bürgermeisterin Maria Euchler